Termine

Jeden Dienstag ab 21.00 Uhr:

Gepflegte Getränke zu ausgewählter Musik in der Bar*Barra, dem netten kleinen Vereinslokal im SSK-Ehrenfeld

 

Do. 22. Juni 2006, 19.30 Uhr

SSK-Ehrenfeld, Liebigstr. 25, Köln-Ehrenfeld Eintritt frei

STREIK - Das Gespenst kehrt zurück?

Veranstaltung zu den wilden Streiks in den 70ern ... und heute.

mit Vortrag und Filmen, u.a.: »Pierburg – Ihr Kampf ist unser Kampf« (Dokumentation, 1974/75, 49 min)

Am 13. August 1973 legten Arbeiterinnen und Arbeiter bei Pierburg in Neuss, vor allem migrantische Frauen, die Arbeit nieder – ohne dass eine Gewerkschaft offiziell zum Streik aufgerufen hätte. Die Bosse holten als erstes die Polizei und der Neusser Polizeidirektor erklärte: »Eine wilde Arbeitsniederlegung gilt als Revolution!«, um ein hartes repressives Eingreifen zu rechtfertigen. Trotzdem konnten sich die ArbeiterInnen hier durchsetzen, weil es im Streik gelang, die Spaltung nach Herkunftsländern und Geschlecht zu überwinden.

1973 ging in die Geschichte der bundesrepublikanischen Klassenbeziehungen als »heißer Herbst der wilden Streiks« ein – Pierburg, Ford Köln oder John Deere in Mannheim waren nur die berühmtesten dieser Streikwelle. Als »wild« oder »spontan« gelten Streiks, wenn sie nicht bürokratisch von einer Gewerkschaft geregelt und gelenkt werden. Sie sind keineswegs unorganisiert, aber sie gehen von den ArbeiterInnen selber aus, sie werden nicht angekündigt, sie suchen nicht von vornherein den Kompromiss und die Partnerschaft mit den Kapitalisten. In diesem Sinne tragen sie tatsächlich immer einen Funken »Revolution« in sich, da sie die gesetzlichen Rituale der Konfliktaustragung im demokratischen Kapitalismus aufsprengen.

Seit dem sechstägigen wilden Streik bei Opel in Bochum im Herbst 2004 ist der Gedanke der selbsttätigen und direkten Aktion von ArbeiterInnen wieder populär geworden – es scheint, als sei ein Gespenst zurückgekehrt, das schon als ausgestorben galt. Daimler-ArbeiterInnen bei Stuttgart haben sich nicht mehr an die gewerkschaftlichen Spielregeln gehalten und die B10 blockiert. Nach über einem Jahrzehnt wurde im Öffentlichen Dienst wieder gestreikt; verdi-Streikposten mussten sich handgreiflich mit der Polizei auseinandersetzen, die 1€-Jobbern den Weg zum Streikbruch bahnte. Im langen Streik bei Gate Gourmet haben die Streikenden eine Menge Eigenaktivität entwickelt und die Aktionen von UnterstützerInnen begrüßt, die – illegal aber effektiv – den Streikbruch mit Blockaden behindert haben. Erste Schritte, die lange eingefahrenen Gleise zahnloser Streikrituale zu verlassen?

Filme und Beiträge, zu alten und neuen Streiks, von Pierburg bis Gate Gourmet, und zur Frage: Was ist daran das »Wilde«, und wo liegt darin eine Perspektive radikaler Gesellschaftsveränderung?

 

Freitag, 17. März, 20 Uhr BarBarra goes Barmerviertel, Deutz-Mülheimerstr 31

 

Dienstag, 28. März, 21 Uhr

WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

*Montags in der Sonne* -los lunes al sol -

Spielfilm von Fernando León de Aranoa Spanien 2002 – 113 min – deutsche Fassung

Vigo - Nordspanien. Die Schlacht um die Werft ist ­verloren, die ehemaligen Werftarbeiter hängen arbeitslos rum. Was passiert, wenn nichts passiert? Wenn man nichts zu tun hat? Dann geht es um Alles. Das Nichts wird zum Abenteuer. Ein Film über Freundschaft und Solidarität, über Witz und Würde in schwierigen Zeiten.

 

Dienstag, 14. März, 21 Uhr

WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld, Liebigstr. 25 Eintritt frei

Adelante Muchachas! von Erika Harzer, Tegucigalpa / Berlin 2004, 60 min, span. mit dt. UT

Ein Dokumentarfilm über vier junge Frauen in Honduras mit einer gemeinsamen Leidenschaft: Fußball. Sie treffen sich nur auf dem Spielfeld, denn sie kicken in zwei verschiedenen Teams. Die einen kommen aus Armenvierteln und spielen in einem Straßenkinderprojekt, die anderen gehören zur gehobenen Mittelschicht und spielen in einem renommierten Club. Ein Film über Fußball, der die unterschiedlichen Lebenswelten in Honduras und die Situation junger Frauen in der vom Machismo geprägten Gesellschaft zeigt. Weitere Infos:

http://www.adelante-muchachas.de/

 

Dienstag, 14.2.2006, 21 Uhr, WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

Water and Fire

The turbulent history of Marinus van der Lubbe (1909-1934) von Joost Seelen NL 1998 (nl mit dt./engl. UT)

Noch nach über 70 Jahren sind die Ereignisse um den Brand des Reichstages in Berlin, am 27. Februar 1933, Ausgangspunkt erbitterter Auseinandersetzungen. Ohne sich eindeutig auf eine Seite der strittigen Interpretationen zu stellen, beschreibt Seelen das Leben des niederländischen Vagabunden, Maurers, Rätekommunisten und Brandstifters.

Schon diese Sicht ist hierzulande ungewöhnlich, im Gegensatz zu den Niederlanden. In Deutschland steht der Brand im Mittelpunkt und van der Lubbe gilt noch immer als armer Irrer, Verführter oder Werkzeug. Auch die neuesten "Enthüllungen" haben, trotz gegenteiliger vollmundiger Bekenntnisse, nicht viel geholfen, die "Geheimnisse" um die Ereignisse des Brandtages eindeutig zu klären.

Auch dieser Film nicht. Aber spannend ist er ohnehin

 

Dienstag, 10. Januar 2006, 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

Bilder finden von Benjamin Geissler, 2002

Der polnisch-jüdische Lehrer und Schriftsteller Bruno Schulz wurde 1892 in Drohobycz, das heute in der Ukraine liegt, geboren.

Am 1.7.1941 besetzten deutsche Truppen die Stadt. Im November 1942 wurde Schulz am "schwarzen Donnerstag" mit weiteren 230 jüdischen Bewohnern der Stadt ermordet. Überlebt haben nur seine beiden Bücher, vor allem "Die Zimtläden", das in den 60er Jahren - auch international - wiederentdeckt wurde. Schulz, der auch Zeichenlehrer war, hinterließ aber auch verschiedene Zeichnungen, von denen ein Teil zur Illustration seiner eigenen Geschichten diente. Überliefert war auch, dass er im Auftrag des SS-Mannes Felix Landau die Wände von dessen Kinderzimmer mit Märchenmotiven bemalt haben soll. So machte sich der Dokumentarfilmer Benjamin Geissler, zusammen mit seinem Vater Christian - dem Schriftsteller - auf den Weg in die Ukraine, um nach den Bildern zu suchen. Er fand sie und musste erleben, wie sie bei seinem nächsten Besuch schon nicht mehr da waren.

 

Dienstag, 13. Dezember, 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

Wir leben ewig von Carla Knapp, Österreich 2000

"Jerusalem von Litauen" wurde Wilna einst genannt.

Die Stadt galt als eines der Zentren im kulturellen Leben des osteuropäischen Judentums, mit einigen wichtigen Bibliotheken, Theatern und Synagogen. Mit dem 22. Juni 1941, dem Tag des Einmarsches der deutschen Wehrmacht, änderte sich das Leben schlagartig. Die jüdische Bevölkerung wurde in Ghettos gezwungen oder im nahen Ponary sofort umgebracht. Von den rund 80 000 Wilnaer Juden überlebten nur 2000 die Shoah. Aber die kulturellen und religiösen Wurzeln der jüdischen Bevölkerung Wilnas blieben auch unter Besatzung und Repression so stark, dass eine Vielzahl, meist illegaler, Aktivitäten entstehen konnten.

Im Film von Karla Knapp sind es vor allem die vielen Lieder, die in dieser Zeit entstanden und gesungen wurden. Als Akt der Selbstbehauptung waren sie vielen so wichtig wie das tägliche Brot. Zusammen mit der (nichtjüdischen) Gruppe "gojim" nähert sich der Film in Wilna und Tel Aviv den Überlebenden und erzählt die Geschichte ihres Lebens und ihrer Lieder.

 

Dienstag, 22.11., 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

"Pur ÅŸi simplu"

(rumänisch: nichts weiter als - einfach so - so ist es eben)Dokumentarfilm von Antje Gretz, Rumänien/BRD 2004, OmU, 75 min

Ein Film über vier Jungs in Rumänien, die ihre Kindheit im selben Heimverbracht haben. Inzwischen sind sie Anfang zwanzig und gehen getrennteWege. Ihr Alltag zwischen plattenbauten, staubiger Großstadt und miesbezahlten Jobs ist nicht einfach. Dennoch versuchen sie, mit Witz undOptimismus im Leben klar zu kommen.

Vorfilm: "Spargel-Ernte"

Dokumentation von Gerda Heck und Hagen Kopp, BRD 2004, 12 min

18 rumänische Frauen aus Arad reisen 2002 als Saisonarbeiterinnen zurSpargelernte nach Lampertheim in Hessen. Nach einem Monat stellen siefest, dass der Arbeitgeber den vereinbarten Lohn nicht zahlen will. Indem Film erzählen vier Frauen die Geschichte ihres Arbeitskampfes mitdem sie ihr Recht durchgesetzt haben.
Antje Gretz und Gerda Heck werden ihre Filme im SSK-WohnzimmerKino andiesem Abend selbst vorstellen.

 

Dienstag, 8.11., 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

Erstaufführung in Köln:
"Von Mauern und Favelas"
"Polizeigewalt in Rio de Janeiro"

Dokumentation, 60 Minuten, OmU, Brasilien/Deutschland 2005von Susanne Dzeik, Kirsten Wagenschein, Marcio Jeronimo

"Ich sah Körper in einer Decke gewickelt. Daraus tropfte Blut. Mir wurdeschwarz vor Augen. Das war, nachdem das mit meinem Sohn passierte."(Marcia Oliveira Jacintho)

Marcia lebt in einer Favela Rio de Janeiros. Ihr Sohn gehört zu den 1193Menschen, die im Jahr 2003 in der Stadt des Karnevals von der Polizeierschossen wurden. Obwohl Brasiliens Polizei bereits seit langem den Rufhat, eine der gewalttätigsten Ordnungsmächte weltweit zu sein, nahm dieMordrate in den letzten Jahren weiter drastisch zu. Opfer sind vor allemjunge Schwarze aus den Armengemeinden.In dieser deutsch-brasilianischen Koproduktion der Filmkollektive AKKRAAK (Berlin), aTreVer und TV Tagarela (Rio de Janeiro) kommenAktivistInnen gegen Gewalt zu Wort, aber vor allem berichten dieFavela-BewohnerInnen selbst über ihre alltäglichen Erlebnisse und ihrenKampf um Gerechtigkeit. Der Film beeindruckt durch seine Nähe und gibtdenen eine Stimme, die sonst nie Gehör finden.

 

Dienstag, 25.10., 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

Tupamaros

von Heidi Specogna und Rainer HoffmannBRD/Schweiz/Uruguay 1996, 95 min

"Tupamaro zu sein ist mehr ein Gefühl als eine politische Definition",sagt Pepe Mujica, Gründungsmitglied der populärsten StadtguerillaLateinamerikas - und heute Mitglied der uruguayischen Regierung."Tupamaros" erzählt von diesem Gefühl. Mit Selbstironie und Humorbeschreiben die fünf ProtagonistInnen die Geschichte der MLN/Tupamaros:Von der Gründung 1963 über die Erfolge der ersten Jahre, dieZerschlagung, die langen Jahre in den Knästen der Militärdiktatur, biszum Neuaufbau als legale politische Partei.

 

Dienstag, 11.10., 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

BambuleUlrike Meinhof

(Drehbuch), Eberhard Itzenplitz (Regie), 1970, 90 min

Spielfilm über die Unterdrückung in den "Fürsorgeheimen" und denWiderstand der Mädchen, über Ausbruchsversuche und eine Revolte im Heim.Ein Film aus der Zeit, in der auch die Anfänge des SSK liegen, damalsnoch "Sozialpädagogische Sondermaßnahmen Köln", ein Projekt vonSozialarbeiterInnen mit entflohenen "Fürsorgezöglingen".Die geplante Fernsehausstrahlung von "Bambule" im Mai 1970 wurde von derARD abgesetzt, weil Ulrike Meinhof kurz vorher Andreas Baader zur Fluchtaus dem Knast verholfen hatte und in den Untergrund abgetaucht war. DerFilm verschwand für 24 Jahre im Archiv.

 

Dienstag, 27.9., 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

"Panzerkreuzer Potemkin"

Sergej Eisenstein, UdSSR, 1925

Der Film schildert die Meuterei der Matrosen auf dem Kriegsschiff Potemkin vor Odessa während der ersten russischen Revolution von 1905. Er bezieht seinen besonderen Reiz aus Eisensteins Montagetechnik und aus dem Versuch, das Handeln eines revolutionären Kollektivs anstatt eines individuellen Helden in den Mittelpunkt zu rücken. Besonders berühmt ist die Szene des Massakers auf der Treppe. Der sowohl inhaltlich als formal revolutionäre Film ist einer der bekanntesten und einflussreichsten der Filmgeschichte.

Vorfilm: "Es geschah im Oktober"

Kölner Filmkollektiv "Kameraklappe Kalaschnikow" Ein Schnelldurchgang durch die Geschichte der russischen Revolution von 1905 bis 1920 im Stil eines Slapstick-Stummfilms der 20er Jahre. Ein Film von Linken für Linke mit Sinn für Humor und (Selbst-)Ironie.

 

Dienstag, 13.9., 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

"Ich gelobe"

W.Murnberger, Österreich, 1994, 115 min Österreichisch (ohne Untertitel).

Ein antimilitaristischer Spielfilm über die Rekrutenausbildung beim Bundesheer, den wir aus aktuellem Anlass zeigen: Am 21.09. will die Bundeswehr auf dem Roncalliplatz ihr 50-jähriges Bestehen mit einer Öffentlichen Rekrutenvereidigung feiern. Nix wie hin - damit aus der Party ein Gelöbnix wird.

 

Dienstag, 9. August, 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld


Good bye, Lenin! Sielfilm von Wolfgang Becker, BRD 2003, 116 min

Die DDR lebt weiter - auf 79 qm! ... und SSK-Special: an dem Abend gibt's 1 qm DDR-Literatur aus der letzten Entrümpelung zu verschenken.

 

Dienstag, 26. Juli, 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

Für alle, die die Premiere im April verpasst haben, jetzt nochmal beim SSK:

RECOLONIZE COLOGNE Der neue Film von Kanak TV BRD 2005, 45 min Was macht der Kaiser von Kamerun in Köln? Und warum verteilt er globale Pässe? Der Docutainment-Movie verlinkt die deutsche Kolonialgeschichte in Kamerun mit dem Kampf um Bewegungsfreiheit im globalisierten Zeitalter. mit VertreterInnen von Kanak Attak

 

Dienstag, 12. Juli, 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

Aufstand in Bolivien Letzten Monat wurde in Bolivien wieder ein Präsident durch wochenlange Straßenproteste aus dem Amt gejagt. Sein Vorgänger setzte sich im Oktober 2003 überstürzt in die USA ab, nach einem Volksaufstand gegen den Ausverkauf des Erdgases an ausländische Konzerne. Zentrum des Aufstands war El Alto, die Armenstadt oberhalb von La Paz, in der vor allem Aymara leben.

Der steinige Weg zur Unabhängigkeit Die Jugendlichen von El Alto und der Krieg um das Gas Bolivien 2003, 60 min, spanisch mit deutschen Untertiteln

Vorfilm: Bilder vom "Wasserkrieg" in Cochabamba / Bolivien im April 2000, mit dem die Privatisierung der Wasserversorgung verhindert wurde.

 

Dienstag, 28. Juni, 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

Die Unorganisierbaren

Arbeiterkämpfe in Kalifornien Dokumentation, 32 min, BRD 2002, von Florian Schneider

Prekäre, schlecht bezahlte und illegalisierte ArbeiterInnen finden neue Wege der Organisierung und Aktion. Im Garment Worker Center in Los Angeles organisieren sich Textilarbeiter aus unterschiedlichsten Ländern, "Justice for Janitors" fordert Gerechtigkeit für Putzkräfte ohne gültige Aufenthaltspapiere, und in der High-Tech-Industrie des Silicon Valley organisieren sich die Beschäftigten von Zeitarbeitsfirmen.

The Navigators - Geschichten von den Gleisen

Spielfilm, GB/BRD/E, 2001, von Ken Loach, dt. Fassung

Ein böser Film über die Folgen der Privatisierung der Britschen Eisenbahn. Vier befreundete Bahnarbeiter machen sich zunächst über die neuen Management-Methoden lustig, sind dann aber mit immer härteren Arbeitsbedingungen konfrontiert, gegen die sie sich nicht wehren können, und schließlich mit einem tödlichen Arbeitsunfall.

 

Dienstag, 14. Juni, 21 Uhr WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

Europe under attack Kritik und Alternativen zur Festung Europa 35 min, 2002, dt/engl (mit Untertiteln) trojan.tv www.organicchaos.org

Deportation Class Eine Kampagne gegen Abschiebung 27 min, BRD 2002 von Kirsten Esch

Tausende von Flüchtlingen werden jedes Jahr mit Maschinen der Lufthansa abgeschoben. "Kein Mensch ist illegal" startete 1999 die Anti-Image-Kampagne deportation.class und rief 2001 mit Libertad! zur ersten Online-Demo gegen Lufthansa auf. Lufthansa versucht, die Rufschädigung zu kriminalisieren. Wegen der Online-Demo findet heute ein Prozess gegen den Anmelder der Domain von Libertad! statt. www.libertad.de

 

Samstag, 11. Juni, 10-17 Uhr SSK-Flohmarkt, SSK Ehrenfeld

Schätze aus 30 Jahren in der Liebigstr. 25

essen * trinken * musik

13 Uhr: Liveauftritt von "Zu laut" und "Christian Gottschalk und das virtuelle Orchester Michael Bretzke unter Leitung von Michael Bretzke"

davor/danach: dj johann barbezahlt

 

Dienstag, 31. Mai, 21 Uhr

WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld

No Lager ? Nowhere Dokumentarfilm über Aktionen aus acht europäischen Ländern, gegen Lager und für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht European Anti-Lager Campaign, Berlin 2005, 39 min

Infos: www.nolager.org

Grenzcamp 2003 KanalB, Berlin 2003 Dokumentation des antirassistischen Grenzcamps in Köln im Sommer 2003

 

Sonntag, 29.05.05 15.00 Uhr, SSK Cafe,Salierring 37

Hartz IV, oder die Verwertung der kapitalistisch Unbrauchbaren.

Veranstaltung zum Unwort des Jahres 2004, mit Referat und anschliessender Diskussion.

Anstatt immer nur zu Jammern und in den Chor der Entrüsteten "die da oben machen ja doch was sie wollen..." einzustimmen, tut das Gewinnen von Erkenntnissen über die Hintergründe dieser entsozialisierenden Entwicklung Not. Denn was machen die "da oben", und warum und überhaupt??? Es geht um Begriffsklärungen und weiterreichende Systemkritik. Diese ist in dem diskursiven Ränkespiel von Macht und Herrschaft unerlässlich wenn mensch sich mit den neoliberalen, neuen ökonomischen Verhältnissen und deren Auswüchsen auseinandersetzt. Das dabei eine oder mehrere Prisen sarkastischer Kritik ganz gut sein können um sich Luft zu verschaffen zeigt der augenzwinkernd einleitende Text des Referenten:

"Die Reservearmee der Erwerbslosen wird jetzt aufs Abstellgleis geschoben. Arbeitsplätze sind nicht das Paradies, und 345 Euro nicht seligmachend. Daran ändert auch Benedikt der Sechzehnte nichts. Und leider ist der Agent von der Agentur für Arbeit auch nicht so nett wie James Bond. Ich bin zwar auch nicht James Bond, halte aber einen Vortrag über Hartz 4." Dr. Gummibär.

Wir freuen uns auf viele interessierte und diskussionsfreudige Menschen. Für Kaffee, Tee und Gebäck ist gesorgt, bringt Eure Erfahrungen und Ansichten mit.

SONNTAG, DEN 27.02.05’ IM SSK-CAFE, SALIERRING 37 / 15.00 Uhr


„Wir verwahr’n uns gegen Sicherheit !“


Diskussionsveranstaltung zur sogenannten Sicherungsverwahrung und zu Perspektiven abolutionistischer Theorie.

Eine handvoll (All)Gemeinheiten...

Sicherheit ist in aller Munde. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht lauthals nach mehr davon verlangt und auch umgesetzt wird. Zusammen mit einer ungeheuerlichen, geschürten Paranoia bildet dieser Diskurs, der auf der Ebene des „Angstmachens“ unheimlich gut gedeiht, die Grundlage für allerhand krude Vorstösse. Die Liste der Beispiele ist nahezu endlos, hier exemplarisch eine kleine Auswahl: Totale Überwachung des öffentlichen Raums per Video, genetischer Fingerabdruck im Personalausweis, Abermillionen von abgehörten Telefonaten jährlich, wahllose Kriminalisierung missliebiger Personen und Gruppen, verschärfte (Polizei)Gesetze, undundund... alles im Nahmen von Sicherheit, Recht und Ordnung! Besteht die gesamte Menschheit nur noch aus ‚Verbrechern’ oder ist nicht eher eine modernisierte, demokratische Form von „totaler Unterdrückung“ im Anzug? Orwell und Huxley lassen jedenfalls schön grüssen!

Brauner Kontext...

Eines der vielen neueren Konstrukte ist die sogenannte „Sicherungsverwahrung“, ein offen faschistisches Instrument, dass unter dem Nahmen „Schutzhaft“ von den Nazis eingeführt wurde. Auf das was das faschistische Regime sich ausdachte wurde und wird ja gern zurückgegriffen. „Bei der ‚SV’’ handelt es sich um eine von den Mationalsozialisten 1933 in das deutsche Strafrecht aufgenommenen „Maßreglung der Besserung und Sicherung“, die es der Justiz erlaubt, die betroffenen Gefangenen über den Zeitraum der verhängten Freiheitsstrafe hinaus in Haft zu halten“, so Thomas Meyer-Falk, politischer Gefangener auf seiner Internetseite
www.freedom-for-thomas.de.

Wie auch schon, beim seit Jahren angewendeten „Unterbindungsgewahrsam“ geht es bei der „SV“ nicht um das, was ein Mensch getan hat, sondern um das was er tun könnte! Irgendwann in der Zukunft. Welch’ orakelnde, hellseherische Gabe ist denn da im Spiel? Vorauseilende Bestrafung mittels Scherbengericht und Gesichtskontrolle von allen Unangepassten, Missliebigen und Nonkonformen passt auf jeden Fall sehr gut in den braunen Kontext, der vor allem das Sicherheitsbedürfnis von Macht und Herrschaft befriedigt. „Ganz abgesehen von dem Menschenbild, das hinter diesem gesamten Komplex Sicherungsverwahrung steht, und dessen faschistischer Herkunft (die DDR schaffte die SV nach 1949 ab, da sie "nationalsozialistischer Ungeist" atme), geben renommierte Gutachter frei zu, daß bis zu 60% der Verwahrten fälschlich als gefährlich eingestuft werden. Und auch das Verhalten der übrigen 40% kann realistischerweise niemals sicher prognostiziert werden“, so Meyer-Falk weiter. Soviel zur Orakelei... Aber Aussortierung und Selektion haben ja ebenfalls eine lange Tradition in diesem System und alle können dazu gehören.

Aufklärung statt Angstmache...

Mit dieser Veranstaltung wollen wir ein wenig Licht ins Dunkel bringen und mit einigen Unwahrheiten über den immer perfideren Sicherheitswahn aufräumen. Aber auch einmal wieder etwas Leben in die abolutionistische Diskussion bringen, mit Beiträgen von Gefangenen/Ex-Gefangenen auch über eine Gesellschaft jenseits von Knast und Unterdrückung diskutieren, Freiheit stirbt mit Sicherheit deshalb sind wir:

Mit Sicherheit gegen Verwahrung!

Wir freuen uns auf zahlreiches kommen und mitstreiten!

Autonomes Knastprojekt

SSK- Kicker Freundschaftstunier

Sonntag 23.01.2005 17 Uhr

SSK-Salierring 37

Wertvolle Sachpreise zu Gewinnen (Mitnahme verpflichtend!)

   4.11.2004

Einladung zur Ratsitzung

Ort der Sitzung ist der spanische Bau (neben dem historischen Rathaus).

Am Donnerstag den 4.11.2004 wird in der Ratsitzung über die Zukunft des SSK am Salierring entschieden. Wir treffen uns um 15:00 Uhr vor dem Rathaus. Soweit Karten vorhanden werden wir an der Sitzung teilnehmen.
Vor dem Rathaus gibt es in der Zwischenzeit
warmes Essen + Infos über den Stand der Dinge.

  24.10.2004

Tagescafe

Salierring 37 Caffe
15 Uhr Info + Aktuelles mit Kaffee und Kuchen.
im Anschluss ab 17Uhr Back Gammon Turnier

  14.10.2004

Morgen ist die erste Ratsitzung nach der Sommerpause.
Wir treffen uns am Donnerstag um 14h30 zur Demo vor
dem Rathaus. Kommt zu Hauf.

  25.09.2004

+ Aufleger Krrks, DJ Reverend B. und schallplattenunterhalter gOTT retten mal wieder die Welt!

Am Samstag, 25.09.2004 spielen sie im Q-hof, Limburger Strasse 29 (Nähe Friesenplatz), ihre Lieblingsmusik.

Anlaß ist die Veröffentlichung der neuen CD auf der mehr oder weniger bekannte Bands mehr oder weniger bekannte Stücke von mehr oder weniger bekannten Bands nachspielen. Im einzelnen:

 Intro
 “Riders in the Sky³ Ho! (Johnny Cash)
 “Ugly Houses³ Abu Bimbel (Chumbawamba)
 “War Pigs³ Alice Donut (Black Sabbath)
 “Farewell Angelina³ Jeff Buckley (Bob Dylan)
 “Wann jeit d'r Himmel widder op?³ Microphone Mafia (De Höhner)
 “Sweet Jane³ Cowboy Junkies (Lou Reed)
 “Sexy Sadie³ Paul Weller (Beatles)
 “Redemption Song³ Joe Strummer (Bob Marley)
 “Für immer jung³ Die Pudelbande (Bob Dylan)
 “Nazi Punks Fuck Off³ Eugene Chadbourne (Dead Kennedys)
 “Deutschland³ Pocahontas (Slime)
 “Ebay³ Weird Al Jankowitch (Backstreet Boys)
 “TNT³ Hayseed Dixie (AC/DC)
 “Luka³ Lemonheads (Susanne Vega)
 “Ballad of Hollis Brown³ Nina Simone (Bob Dylan)
 “Punk Rock Academy³ Atom and his Package (Eddie Money)
 “Thats Entertainment³ Morrisey (The Jam)
 “Beautiful World³ Rage against the Machine (Devo)
 “Keep on rocking in the free world³ New Model Army (Neil Young)
 “Hells Bells³ Dandy Warhols (AC/DC) 06:50
 “Ich bereue nichts³ Nichts
 “Wie lange noch?³ KFC
 Outro
Das Ganze unterstützt den SSK und mehr Infos findet Ihr unter www.ssk-bleibt.de oder natürlich - wie immer - unter www.wurst.tv Danke für die Aufmerksamkeit

  24.09.2004

Hausparty 41

Salierring 41

  12.09.2004 16:00:Uhr

Coupa des SSK

Salierring 37 Caffe

First Back Gammon Solidarity Championchips

(Eigene Bretter sind zugelassen und erwünscht)

  05. 09.2004 um 13:00 Uhr

     SSK-Ehrenfeld, Liebigstr. 25

     Für die letzte Szene im neuen SSK-Film benötigen wir mindestens
     100 Leute,die mit uns zusammen Nicole´s alten smash-hit singen....!!

     Kostümierung für die die das wollen welcher Art auch immer .
     Kaffee und Kuchen gratis.

  05.09.2004 16:00:Uhr

Charity Shield

Salierring 37 Caffe

First Cologne Tipp Kick Challenge

(Eigene Bretter und Figuren sind zugelassen)