Termine
Jeden Dienstag ab 21.00 Uhr:
Gepflegte Getränke zu ausgewählter
Musik in der Bar*Barra,
dem netten kleinen Vereinslokal im SSK-Ehrenfeld
Do. 22. Juni 2006, 19.30 Uhr
SSK-Ehrenfeld, Liebigstr. 25, Köln-Ehrenfeld
Eintritt frei
STREIK - Das Gespenst kehrt zurück?
Veranstaltung zu den wilden Streiks in den 70ern ... und heute.
mit Vortrag und Filmen, u.a.:
»Pierburg – Ihr Kampf ist unser Kampf«
(Dokumentation, 1974/75, 49 min)
Am 13. August 1973 legten Arbeiterinnen und Arbeiter bei Pierburg in
Neuss, vor allem migrantische Frauen, die Arbeit nieder – ohne dass eine
Gewerkschaft offiziell zum Streik aufgerufen hätte. Die Bosse holten als
erstes die Polizei und der Neusser Polizeidirektor erklärte: »Eine wilde
Arbeitsniederlegung gilt als Revolution!«, um ein hartes repressives
Eingreifen zu rechtfertigen. Trotzdem konnten sich die ArbeiterInnen
hier durchsetzen, weil es im Streik gelang, die Spaltung nach
Herkunftsländern und Geschlecht zu überwinden.
1973 ging in die Geschichte der bundesrepublikanischen
Klassenbeziehungen als »heißer Herbst der wilden Streiks« ein –
Pierburg, Ford Köln oder John Deere in Mannheim waren nur die
berühmtesten dieser Streikwelle. Als »wild« oder »spontan« gelten
Streiks, wenn sie nicht bürokratisch von einer Gewerkschaft geregelt und
gelenkt werden. Sie sind keineswegs unorganisiert, aber sie gehen von
den ArbeiterInnen selber aus, sie werden nicht angekündigt, sie suchen
nicht von vornherein den Kompromiss und die Partnerschaft mit den
Kapitalisten. In diesem Sinne tragen sie tatsächlich immer einen Funken
»Revolution« in sich, da sie die gesetzlichen Rituale der
Konfliktaustragung im demokratischen Kapitalismus aufsprengen.
Seit dem sechstägigen wilden Streik bei Opel in Bochum im Herbst 2004
ist der Gedanke der selbsttätigen und direkten Aktion von ArbeiterInnen
wieder populär geworden – es scheint, als sei ein Gespenst
zurückgekehrt, das schon als ausgestorben galt. Daimler-ArbeiterInnen
bei Stuttgart haben sich nicht mehr an die gewerkschaftlichen
Spielregeln gehalten und die B10 blockiert. Nach über einem Jahrzehnt
wurde im Öffentlichen Dienst wieder gestreikt; verdi-Streikposten
mussten sich handgreiflich mit der Polizei auseinandersetzen, die
1€-Jobbern den Weg zum Streikbruch bahnte. Im langen Streik bei Gate
Gourmet haben die Streikenden eine Menge Eigenaktivität entwickelt und
die Aktionen von UnterstützerInnen begrüßt, die – illegal aber effektiv
– den Streikbruch mit Blockaden behindert haben. Erste Schritte, die
lange eingefahrenen Gleise zahnloser Streikrituale zu verlassen?
Filme und Beiträge, zu alten und neuen Streiks, von Pierburg bis Gate
Gourmet, und zur Frage: Was ist daran das »Wilde«, und wo liegt darin
eine Perspektive radikaler Gesellschaftsveränderung?
Freitag, 17. März, 20 Uhr BarBarra goes Barmerviertel,
Deutz-Mülheimerstr 31
Dienstag, 28. März, 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
*Montags in der Sonne*
-los lunes al sol -
Spielfilm von Fernando León de Aranoa
Spanien 2002 – 113 min – deutsche Fassung
Vigo - Nordspanien. Die Schlacht um die Werft ist verloren,
die ehemaligen Werftarbeiter hängen arbeitslos rum.
Was passiert, wenn nichts passiert? Wenn man nichts zu tun hat?
Dann geht es um Alles. Das Nichts wird zum Abenteuer.
Ein Film über Freundschaft und Solidarität,
über Witz und Würde in schwierigen Zeiten.
Dienstag, 14. März, 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld, Liebigstr. 25
Eintritt frei
Adelante Muchachas!
von Erika Harzer, Tegucigalpa / Berlin 2004, 60 min, span. mit dt. UT
Ein Dokumentarfilm über vier junge Frauen in Honduras mit einer
gemeinsamen Leidenschaft: Fußball. Sie treffen sich nur auf dem
Spielfeld, denn sie kicken in zwei verschiedenen Teams. Die einen kommen
aus Armenvierteln und spielen in einem Straßenkinderprojekt, die anderen
gehören zur gehobenen Mittelschicht und spielen in einem renommierten
Club. Ein Film über Fußball, der die unterschiedlichen Lebenswelten in
Honduras und die Situation junger Frauen in der vom Machismo geprägten
Gesellschaft zeigt. Weitere Infos:
http://www.adelante-muchachas.de/
Dienstag, 14.2.2006, 21 Uhr, WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
Water and Fire
The turbulent history of Marinus van der Lubbe (1909-1934)
von Joost Seelen NL 1998 (nl mit dt./engl. UT)
Noch nach über 70 Jahren sind die Ereignisse um den Brand des
Reichstages in Berlin, am 27. Februar 1933, Ausgangspunkt erbitterter
Auseinandersetzungen. Ohne sich eindeutig auf eine Seite der strittigen
Interpretationen zu stellen, beschreibt Seelen das Leben des
niederländischen Vagabunden, Maurers, Rätekommunisten und Brandstifters.
Schon diese Sicht ist hierzulande ungewöhnlich, im Gegensatz zu den
Niederlanden. In Deutschland steht der Brand im Mittelpunkt und van der
Lubbe gilt noch immer als armer Irrer, Verführter oder Werkzeug. Auch
die neuesten "Enthüllungen" haben, trotz gegenteiliger vollmundiger
Bekenntnisse, nicht viel geholfen, die "Geheimnisse" um die Ereignisse
des Brandtages eindeutig zu klären.
Auch dieser Film nicht. Aber spannend ist er ohnehin
Dienstag, 10. Januar 2006, 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
Bilder finden
von Benjamin Geissler, 2002
Der polnisch-jüdische Lehrer und Schriftsteller Bruno Schulz wurde 1892
in Drohobycz, das heute in der Ukraine liegt, geboren.
Am 1.7.1941
besetzten deutsche Truppen die Stadt. Im November 1942 wurde Schulz am
"schwarzen Donnerstag" mit weiteren 230 jüdischen Bewohnern der Stadt
ermordet. Überlebt haben nur seine beiden Bücher, vor allem "Die
Zimtläden", das in den 60er Jahren - auch international - wiederentdeckt
wurde. Schulz, der auch Zeichenlehrer war, hinterließ aber auch
verschiedene Zeichnungen, von denen ein Teil zur Illustration seiner
eigenen Geschichten diente. Überliefert war auch, dass er im Auftrag des
SS-Mannes Felix Landau die Wände von dessen Kinderzimmer mit
Märchenmotiven bemalt haben soll. So machte sich der Dokumentarfilmer
Benjamin Geissler, zusammen mit seinem Vater Christian - dem
Schriftsteller - auf den Weg in die Ukraine, um nach den Bildern zu
suchen. Er fand sie und musste erleben, wie sie bei seinem nächsten
Besuch schon nicht mehr da waren.
Dienstag, 13. Dezember, 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
Wir leben ewig
von Carla Knapp, Österreich 2000
"Jerusalem von Litauen" wurde Wilna einst genannt.
Die Stadt galt als
eines der Zentren im kulturellen Leben des osteuropäischen Judentums,
mit einigen wichtigen Bibliotheken, Theatern und Synagogen. Mit dem 22.
Juni 1941, dem Tag des Einmarsches der deutschen Wehrmacht, änderte sich
das Leben schlagartig. Die jüdische Bevölkerung wurde in Ghettos
gezwungen oder im nahen Ponary sofort umgebracht.
Von den rund 80 000
Wilnaer Juden überlebten nur 2000 die Shoah. Aber die kulturellen und
religiösen Wurzeln der jüdischen Bevölkerung Wilnas blieben auch unter
Besatzung und Repression so stark, dass eine Vielzahl, meist illegaler,
Aktivitäten entstehen konnten.
Im Film von Karla Knapp sind es vor allem
die vielen Lieder, die in dieser Zeit entstanden und gesungen wurden.
Als Akt der Selbstbehauptung waren sie vielen so wichtig wie das
tägliche Brot. Zusammen mit der (nichtjüdischen) Gruppe "gojim" nähert
sich der Film in Wilna und Tel Aviv den Überlebenden und erzählt die
Geschichte ihres Lebens und ihrer Lieder.
Dienstag, 22.11., 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
"Pur ÅŸi simplu"
(rumänisch: nichts weiter als - einfach so - so ist es eben)Dokumentarfilm von Antje Gretz, Rumänien/BRD 2004, OmU, 75 min
Ein Film über vier Jungs in Rumänien, die ihre Kindheit im selben Heimverbracht haben. Inzwischen sind sie Anfang zwanzig und gehen getrennteWege. Ihr Alltag zwischen plattenbauten, staubiger Großstadt und miesbezahlten Jobs ist nicht einfach. Dennoch versuchen sie, mit Witz undOptimismus im Leben klar zu kommen.
Vorfilm: "Spargel-Ernte"
Dokumentation von Gerda Heck und Hagen Kopp, BRD 2004, 12 min
18 rumänische Frauen aus Arad reisen 2002 als Saisonarbeiterinnen zurSpargelernte nach Lampertheim in Hessen. Nach einem Monat stellen siefest, dass der Arbeitgeber den vereinbarten Lohn nicht zahlen will. Indem Film erzählen vier Frauen die Geschichte ihres Arbeitskampfes mitdem sie ihr Recht durchgesetzt haben.
Antje Gretz und Gerda Heck werden ihre Filme im SSK-WohnzimmerKino andiesem Abend selbst vorstellen.
Dienstag, 8.11., 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
Erstaufführung in Köln:
"Von Mauern und Favelas"
"Polizeigewalt in Rio de Janeiro"
Dokumentation, 60 Minuten, OmU, Brasilien/Deutschland 2005von Susanne Dzeik, Kirsten Wagenschein, Marcio Jeronimo
"Ich sah Körper in einer Decke gewickelt. Daraus tropfte Blut.
Mir wurdeschwarz vor Augen. Das war, nachdem das mit meinem
Sohn passierte."(Marcia Oliveira Jacintho)
Marcia lebt in einer
Favela Rio de Janeiros. Ihr Sohn gehört zu den 1193Menschen,
die im Jahr 2003 in der Stadt des Karnevals von der Polizeierschossen
wurden. Obwohl Brasiliens Polizei bereits seit langem den Rufhat,
eine der gewalttätigsten Ordnungsmächte weltweit zu sein, nahm
dieMordrate in den letzten Jahren weiter drastisch zu. Opfer
sind vor allemjunge Schwarze aus den Armengemeinden.In dieser
deutsch-brasilianischen Koproduktion der Filmkollektive AKKRAAK
(Berlin), aTreVer und TV Tagarela (Rio de Janeiro)
kommenAktivistInnen gegen Gewalt zu Wort, aber vor allem berichten
dieFavela-BewohnerInnen selbst über ihre alltäglichen Erlebnisse
und ihrenKampf um Gerechtigkeit. Der Film beeindruckt durch seine
Nähe und gibtdenen eine Stimme, die sonst nie Gehör finden.
Dienstag, 25.10., 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
Tupamaros
von Heidi Specogna und Rainer HoffmannBRD/Schweiz/Uruguay 1996, 95 min
"Tupamaro zu sein ist mehr ein Gefühl als eine politische Definition",sagt
Pepe Mujica, Gründungsmitglied der populärsten StadtguerillaLateinamerikas
- und heute Mitglied der uruguayischen Regierung."Tupamaros" erzählt von
diesem Gefühl. Mit Selbstironie und Humorbeschreiben die fünf ProtagonistInnen
die Geschichte der MLN/Tupamaros:Von der Gründung 1963 über die Erfolge der
ersten Jahre, dieZerschlagung, die langen Jahre in den Knästen der
Militärdiktatur, biszum Neuaufbau als legale politische Partei.
Dienstag, 11.10., 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
BambuleUlrike Meinhof
(Drehbuch), Eberhard Itzenplitz (Regie), 1970, 90 min
Spielfilm über die Unterdrückung in den "Fürsorgeheimen" und denWiderstand der
Mädchen, über Ausbruchsversuche und eine Revolte im Heim.Ein Film aus der Zeit,
in der auch die Anfänge des SSK liegen, damalsnoch "Sozialpädagogische
Sondermaßnahmen Köln", ein Projekt vonSozialarbeiterInnen mit entflohenen
"Fürsorgezöglingen".Die geplante Fernsehausstrahlung von "Bambule" im Mai
1970 wurde von derARD abgesetzt, weil Ulrike Meinhof kurz vorher Andreas
Baader zur Fluchtaus dem Knast verholfen hatte und in den Untergrund
abgetaucht war. DerFilm verschwand für 24 Jahre im Archiv.
Dienstag, 27.9., 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
"Panzerkreuzer Potemkin"
Sergej Eisenstein, UdSSR, 1925
Der Film schildert die Meuterei der Matrosen auf dem Kriegsschiff
Potemkin vor Odessa während der ersten russischen Revolution von 1905.
Er bezieht seinen besonderen Reiz aus Eisensteins Montagetechnik und aus
dem Versuch, das Handeln eines revolutionären Kollektivs anstatt eines
individuellen Helden in den Mittelpunkt zu rücken. Besonders berühmt ist
die Szene des Massakers auf der Treppe. Der sowohl inhaltlich als formal
revolutionäre Film ist einer der bekanntesten und einflussreichsten der
Filmgeschichte.
Vorfilm: "Es geschah im Oktober"
Kölner Filmkollektiv "Kameraklappe Kalaschnikow"
Ein Schnelldurchgang durch die Geschichte der russischen Revolution von
1905 bis 1920 im Stil eines Slapstick-Stummfilms der 20er Jahre. Ein
Film von Linken für Linke mit Sinn für Humor und (Selbst-)Ironie.
Dienstag, 13.9., 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
"Ich gelobe"
W.Murnberger, Österreich, 1994, 115 min
Österreichisch (ohne Untertitel).
Ein antimilitaristischer Spielfilm über die Rekrutenausbildung beim
Bundesheer, den wir aus aktuellem Anlass zeigen: Am 21.09. will die
Bundeswehr auf dem Roncalliplatz ihr 50-jähriges Bestehen mit einer
Öffentlichen Rekrutenvereidigung feiern. Nix wie hin - damit aus der
Party ein Gelöbnix wird.
Dienstag, 9. August, 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
Good bye, Lenin!
Sielfilm von Wolfgang Becker, BRD 2003, 116 min
Die DDR lebt weiter - auf 79 qm!
... und SSK-Special: an dem Abend gibt's 1 qm DDR-Literatur aus der
letzten Entrümpelung zu verschenken.
Dienstag, 26. Juli, 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
Für alle, die die Premiere im April verpasst haben, jetzt nochmal beim SSK:
RECOLONIZE COLOGNE
Der neue Film von Kanak TV
BRD 2005, 45 min
Was macht der Kaiser von Kamerun in Köln? Und warum verteilt er globale
Pässe? Der Docutainment-Movie verlinkt die deutsche Kolonialgeschichte
in Kamerun mit dem Kampf um Bewegungsfreiheit im globalisierten Zeitalter.
mit VertreterInnen von Kanak Attak
Dienstag, 12. Juli, 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
Aufstand in Bolivien
Letzten Monat wurde in Bolivien wieder ein Präsident durch wochenlange
Straßenproteste aus dem Amt gejagt. Sein Vorgänger setzte sich im
Oktober 2003 überstürzt in die USA ab, nach einem Volksaufstand gegen
den Ausverkauf des Erdgases an ausländische Konzerne. Zentrum des
Aufstands war El Alto, die Armenstadt oberhalb von La Paz, in der vor
allem Aymara leben.
Der steinige Weg zur Unabhängigkeit
Die Jugendlichen von El Alto und der Krieg um das Gas
Bolivien 2003, 60 min, spanisch mit deutschen Untertiteln
Vorfilm: Bilder vom "Wasserkrieg" in Cochabamba / Bolivien im April
2000, mit dem die Privatisierung der Wasserversorgung verhindert wurde.
Dienstag, 28. Juni, 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
Die Unorganisierbaren
Arbeiterkämpfe in Kalifornien
Dokumentation, 32 min, BRD 2002, von Florian Schneider
Prekäre, schlecht bezahlte und illegalisierte ArbeiterInnen finden neue
Wege der Organisierung und Aktion. Im Garment Worker Center in Los
Angeles organisieren sich Textilarbeiter aus unterschiedlichsten
Ländern, "Justice for Janitors" fordert Gerechtigkeit für Putzkräfte
ohne gültige Aufenthaltspapiere, und in der High-Tech-Industrie des
Silicon Valley organisieren sich die Beschäftigten von Zeitarbeitsfirmen.
The Navigators - Geschichten von den Gleisen
Spielfilm, GB/BRD/E, 2001, von Ken Loach, dt. Fassung
Ein böser Film über die Folgen der Privatisierung der Britschen
Eisenbahn. Vier befreundete Bahnarbeiter machen sich zunächst über die
neuen Management-Methoden lustig, sind dann aber mit immer härteren
Arbeitsbedingungen konfrontiert, gegen die sie sich nicht wehren können,
und schließlich mit einem tödlichen Arbeitsunfall.
Dienstag, 14. Juni, 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
Europe under attack
Kritik und Alternativen zur Festung Europa
35 min, 2002, dt/engl (mit Untertiteln)
trojan.tv
www.organicchaos.org
Deportation Class
Eine Kampagne gegen Abschiebung
27 min, BRD 2002
von Kirsten Esch
Tausende von Flüchtlingen werden jedes Jahr mit Maschinen der Lufthansa
abgeschoben. "Kein Mensch ist illegal" startete 1999 die
Anti-Image-Kampagne deportation.class und rief 2001 mit Libertad! zur
ersten Online-Demo gegen Lufthansa auf. Lufthansa versucht, die
Rufschädigung zu kriminalisieren. Wegen der Online-Demo findet heute ein
Prozess gegen den Anmelder der Domain von Libertad! statt.
www.libertad.de
Samstag, 11. Juni, 10-17 Uhr SSK-Flohmarkt, SSK Ehrenfeld
Schätze aus 30 Jahren in der Liebigstr. 25
essen * trinken * musik
13 Uhr: Liveauftritt von "Zu laut" und
"Christian Gottschalk und das virtuelle Orchester Michael Bretzke unter
Leitung von Michael Bretzke"
davor/danach: dj johann barbezahlt
Dienstag, 31. Mai, 21 Uhr
WohnzimmerKino im SSK Ehrenfeld
No Lager ? Nowhere
Dokumentarfilm über Aktionen aus acht europäischen Ländern, gegen Lager
und für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht
European Anti-Lager Campaign, Berlin 2005, 39 min
Infos:
www.nolager.org
Grenzcamp 2003
KanalB, Berlin 2003
Dokumentation des antirassistischen Grenzcamps in Köln im Sommer 2003
Sonntag, 29.05.05 15.00 Uhr, SSK Cafe,Salierring 37
Hartz IV,
oder die Verwertung der kapitalistisch Unbrauchbaren.
Veranstaltung zum Unwort des Jahres 2004,
mit Referat und anschliessender Diskussion.
Anstatt immer nur zu Jammern und in den Chor der Entrüsteten "die da
oben machen ja doch was sie wollen..." einzustimmen, tut das Gewinnen
von Erkenntnissen über die Hintergründe dieser entsozialisierenden
Entwicklung Not. Denn was machen die "da oben", und warum und
überhaupt??? Es geht um Begriffsklärungen und weiterreichende
Systemkritik. Diese ist in dem diskursiven Ränkespiel von Macht und
Herrschaft unerlässlich wenn mensch sich mit den neoliberalen, neuen
ökonomischen Verhältnissen und deren Auswüchsen auseinandersetzt.
Das dabei eine oder mehrere Prisen sarkastischer Kritik ganz gut sein
können um sich Luft zu verschaffen zeigt der augenzwinkernd einleitende
Text des Referenten:
"Die Reservearmee der Erwerbslosen wird jetzt aufs
Abstellgleis geschoben. Arbeitsplätze sind nicht das Paradies, und 345
Euro
nicht seligmachend. Daran ändert auch Benedikt der Sechzehnte nichts.
Und leider ist der Agent von der Agentur für Arbeit auch nicht so nett
wie James Bond. Ich bin zwar auch nicht James Bond,
halte aber einen Vortrag über Hartz 4."
Dr. Gummibär.
Wir freuen uns auf viele interessierte und diskussionsfreudige Menschen.
Für Kaffee, Tee und Gebäck ist gesorgt, bringt Eure Erfahrungen und
Ansichten mit.
SONNTAG, DEN 27.02.05’ IM SSK-CAFE, SALIERRING 37 / 15.00
Uhr
„Wir verwahr’n uns gegen Sicherheit
!“
Diskussionsveranstaltung zur sogenannten Sicherungsverwahrung und
zu Perspektiven abolutionistischer Theorie.
Eine handvoll (All)Gemeinheiten...
Sicherheit ist in aller Munde. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht
lauthals nach mehr davon verlangt und auch umgesetzt wird. Zusammen
mit einer ungeheuerlichen, geschürten Paranoia bildet dieser
Diskurs, der auf der Ebene des „Angstmachens“
unheimlich gut gedeiht, die Grundlage für allerhand krude
Vorstösse. Die Liste der Beispiele ist nahezu endlos, hier
exemplarisch eine kleine Auswahl: Totale Überwachung des
öffentlichen Raums per Video, genetischer Fingerabdruck im
Personalausweis, Abermillionen von abgehörten Telefonaten
jährlich, wahllose Kriminalisierung missliebiger Personen und
Gruppen, verschärfte (Polizei)Gesetze, undundund... alles im
Nahmen von Sicherheit, Recht und Ordnung! Besteht die gesamte
Menschheit nur noch aus ‚Verbrechern’ oder ist nicht
eher eine modernisierte, demokratische Form von „totaler
Unterdrückung“ im Anzug? Orwell und Huxley lassen
jedenfalls schön grüssen!
Brauner Kontext...
Eines der vielen neueren Konstrukte ist die sogenannte
„Sicherungsverwahrung“, ein offen faschistisches
Instrument, dass unter dem Nahmen „Schutzhaft“ von den
Nazis eingeführt wurde. Auf das was das faschistische Regime
sich ausdachte wurde und wird ja gern zurückgegriffen.
„Bei der ‚SV’’ handelt es sich um eine von
den Mationalsozialisten 1933 in das deutsche Strafrecht
aufgenommenen „Maßreglung der Besserung und
Sicherung“, die es der Justiz erlaubt, die betroffenen
Gefangenen über den Zeitraum der verhängten
Freiheitsstrafe hinaus in Haft zu halten“, so Thomas
Meyer-Falk, politischer Gefangener auf seiner Internetseite
www.freedom-for-thomas.de.
Wie auch schon, beim seit Jahren angewendeten
„Unterbindungsgewahrsam“ geht es bei der
„SV“ nicht um das, was ein Mensch getan hat, sondern um
das was er tun könnte! Irgendwann in der Zukunft. Welch’
orakelnde, hellseherische Gabe ist denn da im Spiel? Vorauseilende
Bestrafung mittels Scherbengericht und Gesichtskontrolle von allen
Unangepassten, Missliebigen und Nonkonformen passt auf jeden Fall
sehr gut in den braunen Kontext, der vor allem das
Sicherheitsbedürfnis von Macht und Herrschaft befriedigt.
„Ganz abgesehen von dem Menschenbild, das hinter diesem
gesamten Komplex Sicherungsverwahrung steht, und dessen
faschistischer Herkunft (die DDR schaffte die SV nach 1949 ab, da
sie "nationalsozialistischer Ungeist" atme), geben renommierte
Gutachter frei zu, daß bis zu 60% der Verwahrten
fälschlich als gefährlich eingestuft werden. Und auch das
Verhalten der übrigen 40% kann realistischerweise niemals
sicher prognostiziert werden“, so Meyer-Falk weiter. Soviel
zur Orakelei... Aber Aussortierung und Selektion haben ja ebenfalls
eine lange Tradition in diesem System und alle können dazu
gehören.
Aufklärung statt Angstmache...
Mit dieser Veranstaltung wollen wir ein wenig Licht ins Dunkel
bringen und mit einigen Unwahrheiten über den immer perfideren
Sicherheitswahn aufräumen. Aber auch einmal wieder etwas Leben
in die abolutionistische Diskussion bringen, mit Beiträgen von
Gefangenen/Ex-Gefangenen auch über eine Gesellschaft jenseits
von Knast und Unterdrückung diskutieren, Freiheit stirbt mit
Sicherheit deshalb sind wir:
Mit Sicherheit gegen Verwahrung!
Wir freuen uns auf zahlreiches kommen und mitstreiten!
Autonomes Knastprojekt
SSK- Kicker Freundschaftstunier
Sonntag 23.01.2005 17 Uhr
SSK-Salierring 37
Wertvolle Sachpreise zu Gewinnen (Mitnahme verpflichtend!)
4.11.2004
Einladung zur Ratsitzung
Ort der Sitzung ist der spanische Bau (neben dem historischen
Rathaus).
Am Donnerstag den 4.11.2004 wird in der Ratsitzung über die
Zukunft des SSK am Salierring entschieden. Wir treffen uns um 15:00
Uhr vor dem Rathaus. Soweit Karten vorhanden werden wir an der
Sitzung teilnehmen.
Vor dem Rathaus gibt es in der Zwischenzeit
warmes Essen + Infos über den Stand der Dinge.
24.10.2004
Tagescafe
Salierring 37 Caffe
15 Uhr Info + Aktuelles mit Kaffee und Kuchen.
im Anschluss ab 17Uhr Back Gammon Turnier
14.10.2004
Morgen ist die erste Ratsitzung nach der Sommerpause.
Wir treffen uns am Donnerstag um 14h30 zur Demo vor
dem Rathaus. Kommt zu Hauf.
25.09.2004
+ Aufleger Krrks, DJ Reverend B. und schallplattenunterhalter
gOTT retten mal wieder die Welt!
Am Samstag, 25.09.2004 spielen sie im Q-hof, Limburger Strasse
29 (Nähe Friesenplatz), ihre Lieblingsmusik.
Anlaß ist die Veröffentlichung der neuen CD auf der mehr
oder weniger bekannte Bands mehr oder weniger bekannte Stücke
von mehr oder weniger bekannten Bands nachspielen. Im
einzelnen:
Intro
“Riders in the Sky³ Ho! (Johnny Cash)
“Ugly Houses³ Abu Bimbel (Chumbawamba)
“War Pigs³ Alice Donut (Black Sabbath)
“Farewell Angelina³ Jeff Buckley (Bob Dylan)
“Wann jeit d'r Himmel widder op?³ Microphone Mafia (De Höhner)
“Sweet Jane³ Cowboy Junkies (Lou Reed)
“Sexy Sadie³ Paul Weller (Beatles)
“Redemption Song³ Joe Strummer (Bob Marley)
“Für immer jung³ Die Pudelbande (Bob Dylan)
“Nazi Punks Fuck Off³ Eugene Chadbourne (Dead Kennedys)
“Deutschland³ Pocahontas (Slime)
“Ebay³ Weird Al Jankowitch (Backstreet Boys)
“TNT³ Hayseed Dixie (AC/DC)
“Luka³ Lemonheads (Susanne Vega)
“Ballad of Hollis Brown³ Nina Simone (Bob Dylan)
“Punk Rock Academy³ Atom and his Package (Eddie Money)
“Thats Entertainment³ Morrisey (The Jam)
“Beautiful World³ Rage against the Machine (Devo)
“Keep on rocking in the free world³ New Model Army (Neil Young)
“Hells Bells³ Dandy Warhols (AC/DC) 06:50
“Ich bereue nichts³ Nichts
“Wie lange noch?³ KFC
Outro
Das Ganze unterstützt den SSK und mehr Infos findet Ihr unter
www.ssk-bleibt.de oder natürlich - wie immer - unter
www.wurst.tv Danke für die Aufmerksamkeit
24.09.2004
Hausparty 41
Salierring 41
12.09.2004 16:00:Uhr
Coupa des SSK
Salierring 37 Caffe
First Back Gammon Solidarity Championchips
(Eigene Bretter sind zugelassen und erwünscht)
05. 09.2004 um 13:00 Uhr
SSK-Ehrenfeld, Liebigstr. 25
Für die letzte Szene im neuen SSK-Film benötigen wir mindestens
100 Leute,die mit uns zusammen Nicole´s alten smash-hit singen....!!
Kostümierung für die die das wollen welcher Art auch immer .
Kaffee und Kuchen gratis.
05.09.2004 16:00:Uhr
Charity Shield
Salierring 37 Caffe
First Cologne Tipp Kick Challenge
(Eigene Bretter und Figuren sind zugelassen)